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Montage/Foto: Reuters

New York - Die New Yorker Polizei ist wegen ihres Schusswaffengebrauchs erneut in die Kritik geraten. Allein in den ersten zwei Tagen des neuen Jahres erschossen Beamte vier Menschen. Im gesamten Jahr 2002 wurden insgesamt zwölf Personen von Polizisten erschossen. Das jüngste Opfer war am Donnerstag ein 17-Jähriger, der einen Zivilfahnder mit einer Waffenattrappe bedrohte. Der Jugendliche wurde von einem Kollegen des Beamten erschossen.

Bei Auseinandersetzung erschossen

Ebenfalls am Donnerstag erschoss ein Polizist einen unbewaffneten 35-jährigen Mann, der mit einem gestohlenen Kleintransporter fuhr. Polizisten hatten das Fahrzeug zunächst verfolgt und dann umstellt, als der Fahrer im Verkehr anhalten musste. Dann schlugen die Polizisten mit ihrer Waffe die Autoscheiben ein. Nach Angaben des stellvertretenden Polizeichefs Michael Collins wurde dem Verdächtigen bei einer "Auseinandersetzung" in die Schulter geschossen. Der Mann sei eine Stunde später seinen Verletzungen erlegen.

Schon am Neujahrstag erschossen Polizisten bei verschiedenen Zwischenfällen zwei 19- und 21-jährige Männer. Nach einem Bericht der Gerichtsmedizin wurden beide von Kugeln in den Rücken getroffen. Bürgermeister Michael Bloomberg erklärte zu den Vorfällen vom Mittwoch, die Beamten hätten offenbar korrekt gehandelt.

Polizeisprecher Michael O'Looney sagte, die Staatsanwaltschaft prüfe alle vier Fälle. Es sei immer schlimm, wenn Polizisten gezwungen seien, Menschen zu töten, meinte der Sprecher. (APA/AP)