Paris/Abidjan - Bei dem französischen Militäreinsatz in der westafrikanischen Republik Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) sind nach französischen Angaben erneut zahlreiche Aufständische getötet oder verletzt worden. Die Angreifer hätten nahe Duekoue im Westen des Landes "schwere Verluste" erlitten, teilte der Pariser Generalstab am Montag mit. Nach dem Ende der Feuergefechte hätten die Rebellen die Toten und Verletzten fortgetragen, fügte er ohne Zahlenangaben hinzu. Auf französischer Seite seien vier Soldaten verletzt worden.

Die Angriffe richteten sich gegen französische Militärposten am Stadtrand. Es stand nicht fest, ob die Angreifer in den Ende vergangener Woche proklamierten Waffenstillstand einbezogen waren. Mehrere Dutzend Kämpfer hätten die französischen Stellungen in Duekoue am Morgen gleichzeitig aus zwei Richtungen unter anderem mit Granaten angegriffen, sagte ein französischer Offizier. Die französischen Einheiten hätten den Angriff "mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln" beantwortet.

Verhandlungen

Duekoue liegt am Rande eines Gebiets, das von westlichen Rebellengruppen kontrolliert wird. Der Waffenstillstand, der vom französischen Außenminister Dominique de Villepin ausgehandelt wurde, wurde von der Patriotischen Bewegung von Cote d'Ivoire (MPCI) unterzeichnet, die seit September große Teile des Nordens eroberte.

Die französische Regierung kündigte für den 15. Jänner in Paris Verhandlungen über eine politische Lösung des Konfliktes an. Anfang Dezember waren bei einem schweren Feuergefecht mit den Franzosen mindestens zehn ivorische Rebellen getötet worden. Aufständische Soldaten und Regierungstruppen liefern sich in Cote d'Ivoire seit Mitte September bewaffnete Kämpfe. Die Rebellen fordern Gleichberechtigung für die moslemische Bevölkerungsmehrheit im Norden, die sich von der Regierung von Präsident Laurent Gbagbo vernachlässigt fühlt. Seit Ende November rückten im Westen weitere Rebellengruppen vor. In Cote d'Ivoire sind rund 2.500 französische Soldaten stationiert. (APA/AFP)