Die zuweilen fast schon beängstigende Lieblichkeit in Zuckerlrosa, der überbordende Kitsch ist passe áuf den Malereien von Sebastian Weissenbacher (35). In seiner aktuellen Schau "Nach der Wende", bereits vergangenen Herbst so betitelt, bevölkern zwar wieder comicartige Tierchen und Männchen seine Bildwelt. Aber sie sind beschädigt, deformiert, fragmentiert, die Palette bleibt auf Schwarz, Weiß, Gold und Silber reduziert. Rosig ist die Zukunft nicht, dafür um so schwärzer der intendierte Humor. Welches Ergebnis auch immer herauskommt, eine "gewendete" Befindlichkeit österreichweit und global gibt es in jedem Fall, meint Weissenbacher. (dok/DER STANDARD, Printausgabe, 4./5./6.1.2003)