Peking - In China soll der weltweit größte botanische Garten zum Schutz bedrohter Pflanzen entstehen. Der von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in der Nordwest-Provinz Shaanxi geplante Qinling-Garten soll rund 6.100 seltene Pflanzen beherbergen, berichteten staatliche Medien am Samstag. Das Wuhan-Botanikinstitut der Akademie habe in der Stadt Xi'an mit den Arbeiten auf einer Fläche von von 458 Quadratkilometern - das entspricht etwa der Größe von Andorra - bereits begonnen.

Institutsleiter Huang Hongwen will in dem neuen chinesischen Pflanzenparadies die Zahl der seltenen Pflanzen, die bisher in zwölf kleineren Anlagen der Wissenschaftsakademie gepflegt und erforscht werden, binnen 15 Jahren von 13.000 auf 21.000 erhöhen. Zudem sollen für umgerechnet rund 36 Millionen Euro seltene und bedrohte Pflanzen gekauft und Genbanken unterschiedlicher Klimazonen angelegt werde. Laut Huang wird derzeit rund ein Viertel aller pharmazeutischen Produkte weltweit direkt aus Pflanzen gewonnen. (APA)