Wien - Die Senkung der Promillegrenze von 0,8 auf 0,5 Promille vor fünf Jahren hat mehr Verkehrssicherheit gebracht, erklärte der Verkehrsclub Österreichs (VCÖ) heute, Samstag, in einer Aussendung. Demnach sei die Zahl der Alko-Unfälle ging um sechs Prozent zurück, dabei sank der dabei Getöteten um 27 Prozent. Die Organisation forderte eine weitere Senkung auf 0,2 Promille. Dies solle die Zahl der Alko-Unfälle um ein Drittel verringern, hieß es.

"Die Politik sollte 'don't drink and drive' zum Gesetz machen", forderte Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut. Seit der Einführung der 0,5 Promille-Grenze im Jahr 1998 seien die Alko-Unfälle um sechs Prozent gesunken, die Verkehrsunglücke steigen in diesem Zeitraum um fünf Prozent.

Durch diese Änderung wurden laut der Organisation pro Jahr etwa 280 Personen weniger verletzt und 29 Personen weniger getötet. Rauh: "Mit der Senkung der Promille-Grenze auf 0,5 Promille haben die damaligen Nationalrats-Abgeordneten seither mehr als 140 Menschenleben gerettet".

Mit 0,5 Promille ist das Unfallrisiko noch immer doppelt so hoch wie bei Nüchternheit, erklärte Rauh und forderte nach schwedischem Vorbild eine Senkung auf 0,2 Promille. Zusammen mit entsprechenden Kontrollen ließe sich nach Ansicht der Experten die Zahl der Alkoholunfälle um mindestens ein Drittel senken.

91 Prozent der alkoholisierten Unfalllenker sind Männer, ergab eine VCÖ-Untersuchung, 41 Prozent davon sind jünger als 30 Jahre. 60 Prozent der Karambolagen ereignen sich zwischen Freitag und Sonntag. Die gefährlichsten Zeiten Stunden zwischen 21.00 und 23.00 Uhr sowie zwischen 1.00 und 2.00 Uhr. (APA)