Zürich - Die Verbände von Ägypten, Libyen, Marokko, Nigeria, Südafrika und Tunesien haben ihr Interesse an der Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 formell bekundet. Die Frist für die Einreichung der Interessenserklärung für den prestigeträchtigsten Wettbewerb der FIFA hatte am 31. Dezember 2002 geendet, Nigeria und Tunesien reichten die Erklärung kurz vor Ablauf der Frist am 30. Dezember ein. Südafrika hatte als erstes Land am 5. November Interesse angemeldet, gefolgt von Marokko (13. November), Libyen (2. Dezember) und Ägypten (16. Dezember).

Im vergangenen September hatte das Exekutivkomitee der FIFA entschieden, dass nur Verbände aus Afrika für die Ausrichtung dieser WM berücksichtigt werden. Die sechs Verbände erhalten bis 31. Jänner ein überarbeitetes Pflichtenheft zugestellt, worauf ihnen zur Bestätigung ihrer Bewerbung mittels entsprechender Erklärung bis zum 30. April 2003 Zeit bleibt. Bis zum 31. August müssen die Bewerbungsdossiers vorliegen. Die Entscheidung über den Ausrichter fällt das Exekutivkomitee der FIFA im Mai 2004.

Südafrika hatte bei seiner ersten Kandidatur vor eineinhalb Jahren das Rennen um die WM 2006 gegen Deutschland knapp verloren. Marokko unternimmt bereits den vierten Anlauf für die Ausrichtung der Titelkämpfe, die erneut mit 32 Mannschaften über die Bühne gehen werden. (APA)