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Kabul - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen befürchtet hunderte Todesopfer durch den Ausbruch von Keuchhusten in den nordafghanischen Bergen. Bisher hätten Hilfsorganisationen in den Provinzen Darwas und Badachschan bereits mindestens 27 Tote geborgen, die meisten von ihnen Kinder und Säuglinge, teilte ein WHO-Vertreter am Montag in Kabul mit. Die tatsächliche Anzahl der Opfer könne jedoch erheblich höher liegen. "Das Ausmaß ist sicher sehr, sehr groß", sagte WHO-Epidemologe Yon Fleerackers. Es seien viele Dörfer und Ortschaften betroffen.

Die Atemwegserkrankung war Ende vergangenen Jahres in Nordafghanistan ausgebrochen. Mehrere UN-Behörden sorgen nach Angaben der Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit der afghanischen Armee für die medizinische Versorgung der betroffenen Bevölkerung. Zahlreiche Dörfer können nur vom benachbarten Tadschikistan erreicht werden. Am Sonntag hatte die UNO von bis zu 40.000 vom Keuchhusten bedrohten Kindern gesprochen. (APA/AFP)