Wien - Adobe, Hersteller des Standardprogramms Photoshop zur professionellen Bildbearbeitung, weitet sein Engagement im Amateursegment mit der "Photoshop Album" genannten Software zum Management von Bilddateien aus. Die Kernfunktion von Album ist die Verwaltung der Bilddateien, die dank digitaler Kameras, Handykameras und unzähliger E-Mails von Freunden immer zahlreicher unsere Festplatten bevölkern.

Diese Bilder können in Album als "Thumbnails", ähnlich den Kontaktabzügen und Indexprints von Filmen, leicht durchgesehen werden, aber darüber hinaus mithilfe von Stichwörtern ebenso wie ausführlicher Information (Autor, Bildtext, Aufnahmeinformation) zu den einzelnen Bildern verwaltet werden. Eine spätere Suche funktioniert über Stichworte ("Tags") oder als freie Textsuche, sofern man seine Bilder entsprechend beschriftet hat.

Solides Dateimanagement

Neben schnellem, soliden Dateimanagement - was bei digitaler Fotografie unerlässlich ist, wenn man seine Schnappschüsse nach den obligaten Computerwechseln oder womöglich einem Plattencrash auch noch in einigen Jahren betrachten will - glänzt Photoshop Album bei der weiteren Verarbeitung und Weitergabe von Bildern.

Album bietet die für digitale Fotos notwendigen Grundfunktionen, vom Retuschieren roter Blitzaugen bis zur Einstellung von Kontrast und Helligkeit. Für aufwändigere Retuschen oder besondere Effekte ist jedoch ein Programm zur Bildbearbeitung nötig. Neben Photoshop gibt es von Adobe dazu für den Amateurbereich Photoshop Elements.

Gedruckte Alben

Andererseits besteht der halbe Spaß der digitalen Fotografie in der einfachen Weitergabe und Präsentation von Fotos, als E-Mail, Webalbum, Ausdrucke oder in Form einer "Tonbildschau", die am Schirm oder TV-Gerät gezeigt wird. Leicht können mit den Bildern auch gedruckte Alben oder Fotokalender erzeugt werden; Geburtstagsfeste können dabei z. B. mit einem Bild des Geburtstagskindes eingetragen werden.

Für all diese Aufgaben erweist sich Album im Test leicht bedienbar. Preis: voraussichtlich rund 100 Euro. (spu, DER STANDARD, Printausgabe 7.1.2002)