Sarajevo - Die Europäische Union wird den Reformprozess in Bosnien-Herzegowina mit sechzig Millionen Euro unterstützen. Ein entsprechendes Abkommen sei am Montag in Sarajewo unterzeichnet worden, teilte die EU-Botschaft in der bosnischen Hauptstadt mit. Die Hilfe umfasst einen Zuschuss von vierzig Millionen Euro und einen Kredit von zwanzig Millionen Euro für das frühere Bürgerkriegsland. Zweck sei es, "die politische und ökonomische Stabilisierung zu fördern, um eine kooperative Beziehung zur EU zu entwickeln", hieß es in einer Mitteilung der Botschaft.

Am ersten Jänner hatte die EU das Bosnien-Mandat der Vereinten Nationen übernommen. In den kommenden drei Jahren sollen rund fünfhundert Polizisten aus den EU-Mitgliedstaaten bei Aufbau und Reform der Sicherheitsstrukturen in Bosnien helfen. Während des Bosnien-Kriegs von 1992 bis 1995 waren 200.000 Menschen getötet und 1,8 Millionen vertrieben worden. Das Balkanland ist noch immer von ausländischer Hilfe abhängig. (APA/AP)