Ein australischer Wissenschafter hat Hoffnungen auf die mögliche Entdeckung von Leben auf dem Mars einen Dämpfer verpasst: Zwar habe er auf jüngsten Fotos von der Mars-Oberfläche Ströme von Flüssigkeit entdeckt, erklärte der Geologe Nick Hoffman. Diese bestünden jedoch nicht wie erhofft aus Wasser, sondern wahrscheinlich aus flüssigem Kohlendioxid. Da die Temperaturen in den untersuchten Gegenden bei minus 130 Grad Celsius lägen, könne es sich bei den Fließbewegungen kaum um Wasser handeln, betonte Hoffman.

Heutigen Erkenntnissen zufolge herrschen auf dem Mars Temperaturen zwischen 20 und minus 140 Grad Celsius. Die Atmosphäre besteht zu 95 Prozent aus Kohlendioxid. Hoffmans Erkenntnisse bedeuten einen "ernsthaften Schlag" für Verfechter der Theorie von Leben auf dem Roten Planeten. Der Forscher veröffentlichte seine Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Astrobiology. (APA, AFP)