Folgender Titel könnte als Untertitel zu obiger Produktion gelesen werden: Das Begehren als Wille zu Falle. Er gehört aber zu Miki Malörs neuester Theaterarbeit, die sich auf verschlungenen Wegen dem Begehren nähert: Einmal im Duett, das andere Mal solo. Part eins, "Wunsch und Wille", lässt zwei Spielerinnen einen Wettstreit der Wünsche (nach Zärtlichkeiten, Macht, Gier etc.) austragen. Schwierig wird deren ebenfalls vorgesehene jeweilige Erfüllung.

Teil zwei heißt "Rauschen 1-12" (mit Miki Malör, inszeniert von Carlos Trafic), und es erwartet uns eine "Frau und ein Geheimnis in den surrealen Räumen des Begehrens". Wir bitten um Geduld. Die Enträtselung überlassen wir den Taten vor Ort. Wir sind schlichtweg gespannt. (afze/DER STANDARD, Printausgabe, 7.1.2003)