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So sieht eine irakische Phosphatfabrik aus dem Hubschrauber aus

Foto: aPA/AFPI/Sahib

Bagdad - Die Waffeninspektoren der Vereinten Nationen haben nach irakischen Angaben erstmals Hubschrauber für ihre Kontrollen eingesetzt. Die Helikopter seien am Dienstag gestartet, sagte ein Regierungsvertreter in Bagdad. Laut UNO-Sprecher Hiro Ueki verfügen die Inspektoren über sechs Hubschrauber. Diese sollen die Experten schneller transportieren und zugleich die untersuchten Anlagen aus der Luft überwachen. Vergangene Woche waren die Flüge laut Ueki aus technischen Gründen verschoben worden. Bisher waren die Kontrollore mit Autokonvois zu den Inspektionen gefahren. Die Zugänge zu den untersuchten Anlagen werden strengstens überwacht.

Die Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und der UNO-Kontrollkommission UNMOVIC suchen im Irak nach vermuteten Massenvernichtungswaffen. Am Montag hatte der irakische Präsident Saddam Hussein ihnen Spionage vorgeworfen. Statt die nach seinen Worten nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen zu suchen, würden sich die UNO-Kontrollore für die Tätigkeit irakischer Wissenschaftler und für die legitime Waffenproduktion interessieren. "Das ist reine Geheimdienstarbeit", bemerkte er in seiner Rede zum 82. Jahrestag der Gründung der irakischen Streitkräfte. (APA)