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London - Immer mehr Internet-Nutzer in Westeuropa sind einer Umfrage zufolge bereit, für Online-Dienste wie das Herunterladen von Musik oder Videos zu bezahlen. Der Anteil von Web-Surfern, die überhaupt kein Geld für die Nutzung von Online-Angeboten ausgeben wollten, sei im vergangenen Jahr von 47 Prozent auf 41 Prozent gesunken, teilte das Marktforschungsunternehmen Jupiter Research am Montag mit.

13 Prozent aller Befragten waren demnach 2002 bereit, für das Herunterladen von Videos zu bezahlen. Im Jahr zuvor seien dies lediglich drei Prozent gewesen.

Ähnlich ist die Entwicklung demnach beim Bezug von Musikdateien aus dem Web. 19 Prozent der Befragten erklärten ihre Bereitschaft, dafür Geld auszugeben, während es 2001 noch 16 Prozent waren. Ein viel versprechender Markt ist nach Angaben von Jupiter Research auch der Online-Verkauf von Videospielen.

Auf lange Sicht sei die Entwicklung vor allem für Firmen ermutigend, die in den Verkauf über das Internet investiert hätten, sagte ein Analyst von Jupiter Research. Trotzdem könne der Online-Verkauf die Werbung als größte Einnahmequelle im Web in absehbarer Zeit nicht ersetzen.

Jupiter Research befragte für seine Untersuchung nach eigenen Angaben rund 10.000 Internet-Nutzer in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden. (APA/Reuters)