Tokio - Der immer schärfere Konkurrenzdruck durch Digitalkameras veranlasst die beiden führenden japanischen Hersteller von Kameras und Büroausrüstungen, Konica und Minolta, zusammenzugehen. Wie die Unternehmen am Dienstag bekannt gaben, plant Konica zum 1. April eine Holdinggesellschaft, in die Minoltas Geschäfte im August aufgehen sollen. Dadurch könnten bis zum Jahre 2005 rund zehn Prozent oder 4.000 der zusammen 38.500 Arbeitsplätze eingespart und der Umsatz bis 2006 um 24 Prozent gesteigert werden.

Der Zusammenschluss von Konica und Minolta erfolgt, weil die Produzenten herkömmlicher Kameras auf Filmbasis rapide Marktanteile an die Hersteller von Digitalkameras wie Sony und Canon verlieren. Das geplante neue Unternehmen Konica Minolta Holdings strebt zum Geschäftsjahr 2005 (1. April) einen operativen Gewinn von 150 Mrd. Yen (1,2 Mrd. Euro) bei Umsätzen von 1,3 Bill. Yen an. Es entstünde Japans viertgrößter Hersteller von Präzisionsmaschinen wie Kameras und Kopierern. Angestrebt werde ein Marktanteil bei Digitalkameras bis 2005/2006 von über 15 Prozent.

Konica-Präsident Fumio Iwai soll die Leitung der Holding übernehmen, auf seinen Minolta-Kollegen Yoshikatsu Ota entfällt das Amt des Vize-Präsidenten. Ihre Konzerne wollen am 16. Jänner über den Anteil der Aktien entscheiden, den jeder Aktionär der beiden Firmen durch die Integration erhält. Die Aktie von Minolta stieg am Dienstag um 1,5 Prozent auf 536 Yen, Konica fielen um 0,8 Prozent auf 864 Yen.

Der Agentur Bloomberg zufolge war der Umsatz mit japanischen Digitalkameras in den elf Monaten bis November um 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, während der von Filmkameras um 27 Prozent sank. Der Absatz aller Arten von Kameras mache ein Drittel des Gesamtumsatzes bei Konica und ein Fünftel bei Minolta aus. (APA/dpa)