Der öffentlich-rechtliche französische Bildungssender France 5 ist die einzige Fernsehanstalt in Frankreich, deren Einschaltquoten im abgelaufenen Jahr zugenommen haben (auf 5,1 Prozent gegen 4,1 Prozent im Jahr 2001). Dies ergibt eine Studie des Instituts Mediametrie. In Führung blieb auch 2002 mit einem durchschnittlichen Marktanteil von 32,7 Prozent der privat-rechtliche Sender TF1 (Gruppe Bouygues). Besonders großer Beliebtheit erfreuten sich laut Marktstudie auch 2002 die Reality-TV-Sendungen von TF1 und M6.

95 der 100 Sendungen mit den stärksten Einschaltquoten gingen auf die Rechnung von TF1. Ganz vorne in der Rangliste befinden sich laut Studie das Fußball-WM-Finale Brasilien-Deutschland, die Miniserie "Fabio Montale" mit Alain Delon in der Hauptrolle und die Reality-TV-Sendung "Star Academy".

An zweiter Stelle folgt der öffentlich rechtliche Sender France 2 mit einem Marktanteil von 20,8 Prozent (gegen 21,2 Prozent im Jahr zuvor). Die besten Einschaltquoten erreichte France 2 mit dem Tennis-Finale des Davis Cup, der Wahlsendung von 23. April, dem Fernsehfilm "Et demain Paula" und der TV-Megaproduktion "Napoleon" mit Christian Clavier in der Hauptrolle.

Die Einschaltquote von France 3 nahm von den 17 Prozent des Jahres 2001 auf 16,4 Prozent im Vorjahr ab. Die größte Zuseheranzahl erreichte der öffentlich-rechtliche Sender mit dem Film "La vita è bella" von Roberto Benigni und einem Dokumentarfilm der Brüder Naudet über die Terroranschläge in New York vom 11. September 2001. Der Privatsender M6 (Gruppe Bertelsmann) verzeichnete einen leichten Rückgang von 13,5 auf 13,2 Prozent. Am erfolgreichsten waren die beiden Reality-TV-Sendungen "Loft Story 2" und "Popstars 2". (APA)