Bild nicht mehr verfügbar.

Eine Studie weißt der Metropole LA keine Fortschritte zu was Rassismus betrifft.

Foto: Archiv

Los Angeles - Die des Öfteren wegen rassistischen Verhaltens in die Kritik geratene Polizei der US-Metropole Los Angeles hat einer Studie zufolge noch keine Fortschritte gemacht: Überwiegend nicht-weiße Bürger würden auf der Straße angehalten und kontrolliert, wie eine am Montag veröffentlichte Studie der Polizei ergab. 38 Prozent der angehaltenen Autofahrer seien Menschen lateinamerikanischer Herkunft, 33 Prozent seien Weiße, 18 Prozent Schwarze und fünf Prozent Asiaten. Von den angehaltenen Autofahrern würden 23 Prozent der Latinos und 22 Prozent der Schwarzen aufgefordert, auszusteigen, während nur sieben Prozent der Weißen ihr Auto verlassen müssten.

Unter den Fußgängern werden der Studie zufolge 42 Prozent Hispano-Amerikaner und 36 Prozent Afro-Amerikaner nach ihren Papieren gefragt. Dagegen würden nur 18 Prozent Weiße und zwei Prozent Asiaten und andere auf der Straße angehalten. Im Jahr 2000 lag der Bevölkerungsanteil der Weißen in Los Angeles bei 29,7 Prozent. 46,5 Prozent Latinos, 11,2 Prozent Schwarze und zehn Prozent Asiaten lebten vor zwei Jahren in der kalifornischen Stadt. Die Studie basiert auf Protokollen der Polizeibeamten, die ein Jahr Buch über ihre Kontrollen führen mussten. Polizei und Stadtverwaltung warnten jedoch davor, anhand der Studie voreilige Schlüsse zu ziehen. Die Angaben müssten gründlich geprüft und durch weitere Untersuchungen ergänzt werden.

In Los Angeles war es 1992 nach dem Freispruch von vier weißen Polizisten, die dabei gefilmt worden waren, wie sie den schwarzen Autofahrer Rodney King brutal zusammenschlugen, zu schweren Unruhen mit mehr als 50 Toten gekommen. Auch im vergangenen Jahr sorgte die auf Video aufgenommene schwere Misshandlung eines schwarzen Jugendlichen durch weiße Polizisten für Schlagzeilen. (APA)