Foto: PhotoDisc

Kurz nach Ostern geht die internationale Bildungsvergleichs-Studie PISA in die nächste Runde: Von Mitte April bis Ende Mai werden wieder rund 5.000 15- bzw. 16-jährige Jugendliche aus etwa 200 Schulen in ganz Österreich in den Sparten Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften getestet. Als vierter Testbereich neu dazukommen wird "Problemlösen" - dabei sollen Aufgaben bewältigt werden, die weder der Mathematik, dem Lesen oder den Naturwissenschaften allein zugeordnet werden können. Die Publikation der Ergebnisse ist für Dezember 2004 vorgesehen.

größter internationaler Schüler-Leistungstest

Mit dem größten internationalen Schüler-Leistungstest PISA (Programme for International Student Assessment) werden Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler in mehr als 30 Staaten am Ende der Schulpflicht untersucht. Veranstalter ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris.

Für die erste Testreihe wurden im Mai 2000 weltweit rund 265.000 Schüler des Altersjahrgangs 1984 untersucht, davon 5.000 in Österreich. Im Mittelpunkt stand die Lesekompetenz, Österreich landete dabei im vorderen Mittelfeld. Mit jeweils dreijährigem Abstand werden Untersuchungen mit den Schwerpunkten Mathematik (2003) und Naturwissenschaften (2006) durchgeführt. Neben den jeweiligen Schwerpunkt-Themen erheben die Bildungsforscher aber auch die Kompetenzen in den anderen Kategorien, um neben "Ist-Aufnahmen" auch zu Längsschnitt-Daten zu kommen, die die Entwicklung in den einzelnen Staaten über einen längeren Zeitraum widerspiegeln.

Schwerpunkt Mathematik

Der Schwerpunkt der heurigen PISA-Untersuchung liegt auf dem Bereich Mathematik. Dazu wurden in Österreich nach dem Zufallsprinzip 205 Schulen aller Sparten ausgewählt und zur Teilnahme eingeladen. Im PISA-Projektzentrum Österreich rechnet man mit einer hohen Rücklaufquote, vor drei Jahren beteiligten sich alle eingeladenen Schulen, so Projektleiterin Birgit Lang.

Schulressourcen, Lernumgebung

Neben den Testaufgaben aus den vier Kompetenzbereichen müssen die Schüler des Altersjahrgangs 1987 auch einen Fragebogen über demographische Daten (Alter, Geschlecht, Muttersprache etc.) sowie ihren sozioökonomischen Hintergrund (z.B.: Beruf und Schulbildung der Eltern) ausfüllen. In einem eigenen Schulfragebogen werden außerdem vorhandene Schulressourcen, die Lernumgebung sowie die Basisdaten der jeweiligen Schule erhoben.

Beim neuen Testbereich "Problemlösen" geht es vor allem um das Bewältigen von Alltagsaufgaben und von Fächer übergreifenden Problemen. Bei der Konstruktion der Aufgaben wurden drei verschiedene Problemtypen berücksichtigt: Treffen von Entscheidungen, Analysieren und Entwickeln von Systemen sowie das Lösen von Schwierigkeiten. (APA)