Dem britischen Abo-Sender BSkyB ist König Fußball auch in den Jahren 2004 bis 2007 einen milliardenschweren Deal wert. Dies geht aus einem Bericht der britischen Zeitung "The Guardian" hervor. Demnach sagte der Chef der britischen Fußball-Liga, Peter Scudamore, dem "Guardian", dass er auch für die Rechte bis 2007 wieder eine ähnlich hohe Summe wie das letzte Mal erwartet. In der vergangenen Periode zahlte BSkyB die Rekordsumme von 1,6 Milliarden Pfund (2,47 Milliarden Euro). BSkyB hat den Bericht bisher nicht kommentiert. Sollten sich die optimistischen Erwartungen von Scudamore jedoch erfüllen, würde der im vergangenen Jahr von zahlreichen Branchenkennern angekündigte Preisverfall bei Sportrechten ausbleiben.

In Großbritannien hatte BBC-Chef Greg Dyke die TV-Rechte für Sportevents als überbewertet bezeichnet. Auch in Deutschland haben sich teure Sportrechte für Privatsender meist nicht rentiert. Der Abo-Sender Premiere wäre unter anderem wegen zu teurer Fußballrechte beinahe in die Insolvenz geschlittert. Auch in anderen europäischen Ländern haben sich Pay TV-Sender mit den Fußballrechten verspekuliert. Im Fall von Premiere musste die Deutsche Bundesliga Abschläge von rund 35 Prozent in Kauf nehmen. Allerdings dürfte sich der Preisverfall bei den Sportrechten in einem deutlich kleineren Rahmen als von den Experten erwartet abspielen. Bereits im vergangenen Jahr hat der französische Abo-Sender Canal Plus 480 Millionen Euro für die TV-Rechte der französischen Fußball-Liga auf den Tisch gelegt. (pte)