Das Campo de Cartagena, bislang trockenes Hinterland des Mar Menor, soll sich ab dem kommenden Jahr in einen Goldesel verwandeln. Rund 11.000 Bungalows sind in der Region zwischen San Javier und Murcia, nahe Sucina geplant.

Der Bauausschuss von Murcia hat bereits die erste von insgesamt sieben Urbanisationen genehmigt. Ein großer Bauträger hat einen Plan mit 3.000 Häusern eingereicht, die er um einen 18-Loch-Golfplatz herum anlegen will. Das Areal liegt auf der Finca El Scobar, zwischen Sucina und Jerónimo y Avileses.

Sport und Sonne

Als Vorbild dient dabei die Wohnanlage Altorreal in Molina de Segura, ein weiterer Komplex ist am Mar Menor vorgesehen. Zielgruppe sind jeweils Mitteleuropäer, die im Süden einen Zweitwohnsitz gehobener Klasse suchen.

Insgesamt umfasst der Teilbebauungsplan 500 Hektar. Davon sollen 120 Hektar Wohngebiet, und 60 Hektar Golfplatz werden. Das restliche Areal will die Stadtverwaltung wieder aufforsten lassen. Bis April kommenden Jahres erwartet der Bauträger weitere Genehmigungen. Denn das Projekt braucht noch den Segen des Straßenbauamts und des Wasserwirtschaftsamts in Murcia. Dieses muss seine Genehmigung hinsichtlich der Trinkwasserversorgung geben.

Umweltschützer stellen aber gerade diese in Frage. „Murcia ist nicht Schottland“, sagen sie. Bislang hätten die Bauträger noch nicht ausreichend nachweisen können, woher das Wasser für den Rasen der Golfplätze kommen soll. (Quelle: leben-in-spanien.com)