Neu Delhi - Indien hat illegal im Land lebende Pakistanis und Bangladeschis als "Gefahr für die nationale Sicherheit" bezeichnet und will sie ausweisen. Innenminister Lal Krishna Advani forderte die indischen Bundesstaaten am Dienstag auf, die Ausländer aufzuspüren und auszuweisen. Nach offiziellen Angaben sollen sich 15 Millionen Einwanderer aus Bangladesch und 11.500 Pakistaner in Indien aufhalten. Das berichtete die indische Nachrichtenagentur UNI.

Nach Advanis Angaben seien die Pakistaner mit gültigen Papieren eingereist und dann untergetaucht. Indien hat kein verlässliches Personenregister und keine Personalausweise. Da in Indien Moslems leben, die die selben Sprachen sprechen wie eingereiste Pakistanis oder Bangladeschis, ist es kaum möglich, Ausländer zu ermitteln. Die meisten Einwanderer aus Bangladesch sind seit Jahren in Indien integriert. (APA/dpa)