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Foto: Reuters/Chip East

Caracas - Carlos Alfonso Ortega, der Chef des sozialdemokratischen Gewerkschaftsdachverbandes CTV, hat das Demonstrieren bereits in den 50er-Jahren gelernt. Damals führte er in seinem Heimatbundesstaat Falcón die Studentenproteste gegen Diktator Marcos Perez Jiménez (1952 bis 1958). Nebenher studierte er Jus und jobbte als Ölarbeiter. Noch während seiner Unizeit trat er der sozialdemokratischen Partei Acción Democratica (AD) bei. Das Studium gab er bald auf und machte dafür in den Gewerkschaften des Ölsektors Karriere. Während der Regierungszeit des Christdemokraten Rafael Caldera war Ortega Abgeordneter für die AD. Als Chávez dann vor vier Jahren an die Macht kam, kehrte Ortega wieder zur Gewerkschaft zurück. Als Chef des Verbandes der Ölarbeiter organisierte er bald darauf zwei erfolgreiche Lohnstreiks. Damit katapultierte sich Ortega schließlich an die Spitze der CTV. (AFP/DER STANDARD, Printausgabe, 8.1.2003)