Washington - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat den irakischen Staatschef Saddam Hussein zum Rücktritt aufgefordert. "Die beste Lösung wäre für ihn, dass er geht. Ich hoffe immer noch, dass er geht und das Land abgerüstet wird", sagte der Minister am Dienstag in Washington. Rumsfeld wies energisch die Auffassung zurück, dass es Washington in Wahrheit um das Erdöl gehe. "Das Problem mit dem Irak ist nicht das Öl. Das Problem sind chemische, biologische und die Gefahr nuklearer Waffen."

Rumsfeld unterstrich, dass Krieg das letzte Mittel wäre. Das Pentagon habe aber die Aufgabe dafür zu sorgen, dass ihm alle Möglichkeiten zur Verfügung stünden. Daher werde die Truppenentsendung an den Persischen Golf weitergehen. Er lehnte es ebenso wie Generalstabschef Richard Myers ab, genaue Zahlen zu nennen.

Angesichts der Nordkorea-Krise wies der Minister die Ansicht von Militärexperten zurück, dass die US-Streitkräfte im Gegensatz zu seinen Angaben keine zwei regionalen Kriege gleichzeitig führen könnten. "Das ist faktisch falsch." Das sei aber nicht als Drohung gegen Nordkorea zu verstehen, sagte Rumsfeld, sondern "als akademische Feststellung". (APA/dpa)