Europas größter Unterhaltungselektronikkonzern Philips könnte im Zuge seiner Restrukturierung und der Verlagerung von Teilen der Produktion einige tausend weiterer Stellen abbauen. Ein Unternehmenssprecher sagte am Dienstagabend, es könnten noch mehr Bereiche, die nicht zum Kerngeschäft gehören, aus dem Unternehmensportfolio entfernt werden.

Arbeit auslagern

Der Sprecher bestätigte damit Äußerungen von Philips-Chef Gerard Kleisterlee in einem Interview, das die "Financial Times" (FT) auf ihrer Internet-Seite veröffentlichte. Der Sprecher sagte, der Transfer von Arbeit aus Westeuropa in andere Länder, in denen Arbeit preisgünstiger ist, werde weitergehen. Der bereits seit mehreren Jahren laufende Prozess werde "vielleicht einige tausend Mitarbeiter betreffen, das heißt aber nicht, dass diese Menschen entlassen werden", fügte er hinzu.

Die FT zitierte Kleisterlee ähnlich. Es werde gewaltige Veränderungen bei der Arbeit geben und dies werde weltweit einige tausend Menschen betreffen, so Kleisterlee in dem Interview. "Sie verlieren vielleicht ihren Job, ziehen an einen anderen Ort oder machen einen anderen Job", schrieb die FT.

Starker Nachfrageeinbruch

Philips leidet unter einem starken Nachfrageeinbruch in den für den Konzern wichtigen Branchen Halbleiter, Elektronik und Zubehör und hat bereits Kosten gesenkt und nicht zentrale Geschäftsbereiche aufgegeben. Seitdem Kleisterlee im April 2001 die Führung des Unternehmens übernommen hat, sind allein 35.000 Stellen eingespart worden.(APA/ag.)