Port-au-Prince - Ein Streik gegen die von der Regierung verfügte drastische Erhöhung der Benzinpreise hat am Dienstag die Hauptstadt Haitis lahm gelegt. Wie Rundfunksender berichteten, blieben die meisten Geschäfte, Banken und Tankstellen in Port-au- Prince geschlossen. In einigen Armenvierteln hätten Demonstranten Barrikaden aus brennenden Autoreifen errichtet, und es sei zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.

Die Regierung von Präsident Jean-Bertrand Aristide hatte in Haiti zu Neujahr die Preise für Kraftstoffe ohne Vorankündigung um 50 bis 80 Prozent erhöht. Die Maßnahme ist eine Folge der politischen Krise im Ölland Venezuela. Der seit Anfang Dezember währende Generalstreik gegen Präsident Hugo Chávez beeinträchtigt die Ölversorgung der Karibik und hat die Weltmarktpreise in die Höhe getrieben.(APA/dpa)

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