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Polizzen überprüfen, empfehlen Experten

apa/dpa/rehderm

Wien - Neuschnee lässt erfahrungsgemäß die Herzen von Skifahrern und Hoteliers höher schlagen. Vermehrtes Getümmel auf den Abfahrtspisten erhöht aber auch die Gefahr von Unfällen. Bei der Schadensabwicklung drohen aber unter Umständen unangenehme finanzielle Überraschungen, warnen Versicherungsmakler.

Jährlich ereignen sich rund 60.000 Skiunfälle mit Verletzungsfolgen, berichtet Franz Wagner, Gremialvorsteher der niederösterreichischen Versicherungsmakler. Prinzipiell ist eine Haushaltsversicherung das probate Mittel, sich gegen die finanziellen Folgen zu schützen. In diesen ist auch die Privathaftpflichtversicherung inkludiert, die für alle im gemeinsamen Haushalt lebenden Familienmitglieder gilt.

Im Einzelfall kann sie aber aufgrund von Ausnahmen dennoch zu wenig sein. Jugendliche zwischen 19 und 25 Jahren, die studieren und keinen Nebenjob haben, fallen möglicherweise heraus. Sie benötigen eine Zusatzversicherung, sonst müssen sie als Unfallverursacher zahlen.

Generell kein Geld aus der Privathaftpflicht gibt es für Kinder auf Schulskikursen. Auch hier benötigt man Extrapolizzen, gibt Wagner zu bedenken. Angeboten werden diese auf dem heimischen Markt allerdings recht selten. Laut Hans Georg-Mayer, Pressesprecher der Uniqa-Gruppe, gibt es bei seinem Arbeitgeber Haftpflichtlösungen nur für Lehrer. "Da gibt es spezielle kurz- und langfristige Angebote", erklärt er. Für die Schüler selbst steht Derartiges aber nicht zur Verfügung. (moe, DER STANDARD Printausgabe 8.1.2003)