Bild nicht mehr verfügbar.

Ein US- Spionageflugzeug vom Typ U-2.

Foto: Reuters/ ho

Istanbul - Die Türkei hat einen Bericht dementiert, sie habe ihren Luftraum für US-Spionageflugzeuge geöffnet. Der Fernsehsender NTV hatte am Mittwoch berichtet, die USA schickten Spionageflugzeuge von Stützpunkten in Deutschland über die Türkei hinweg in den Irak. Ein Sprecher des türkischen Außenministeriums wies dies zurück: "Nein, das stimmt nicht", sagte Yusuf Buluc vor Journalisten, ohne nähere Angaben zu machen.

Der Fernsehsender NTV hatte zuvor berichtet, die Aufklärungsflüge der U-2 über die Türkei in den Irak hätten bereits begonnen. Ankara habe zwar seinen Luftraum geöffnet, die Stationierung der Maschinen auf dem südtürkischen Stützpunkt Incirlik aber noch nicht erlaubt. Den Angaben zufolge starten die Maschinen von Basen in Deutschland und anderen europäischen Ländern aus. Beim Golfkrieg 1991 waren sie auch in Incirlik stationiert.

Die U-2 sind mit Kameras ausgestattet, die selbst aus großer Höhe detaillierte Bodenaufnahmen liefern können. Die türkische Zeitung "Hürriyet" berichtete, der Einsatz der US-Flugzeuge diene der Vorbereitung von Bombardements im Irak. Möglicherweise werde die türkische Regierung den USA in nächster Zeit auch erlauben, die Maschinen in Incirlik zu stationieren. Ersatzteile für die Flugzeuge seien bereits auf die südtürkische Basis gebracht worden. NTV zufolge entschieden sich die USA für den Einsatz der U-2, weil unbemannte Flugzeuge wegen ihrer geringeren Flughöhe abgeschossen werden könnten. Die U-2 fliegen dagegen in einer Höhe von mehr als 20 Kilometern und sind für irakische Raketen unerreichbar. (APA)