Brüssel - Neben Deutschland hat die EU-Kommission auch bei Frankreich und Italien verstärkte Bemühungen zur Haushaltssanierung angemahnt. Von Frankreich verlange Brüssel für die kommenden Jahre "größeren Ehrgeiz" bei der Haushaltssanierung, erklärte die Kommission am Mittwoch in einem Bericht zur Bewertung des französischen Stabilitätsprogramms.

Die von Paris geplanten Schritte gingen "nicht vollkommen konform" mit dem Vorgaben des EU-Stabilitätspaktes. Die französische Regierung müsse ihre Anstrengungen in Sachen Haushalt verstärkten. EU-Währungskommissar Pedro Solbes sagte vor Journalisten, das Risiko, dass Frankreich 2003 beim Defizit die vorgegebene Grenze von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes überschreite, bleibe "hoch".

Auch Italien bekam eine Rüge aus Brüssel für "Unsicherheiten" in seiner Prognose für die Haushaltsentwicklung. Dies betreffe vor allem die Vorhersage eines "sehr starken" Wachstums im Stabilitätsprogramm der italienischen Regierung sowie die angekündigten Schritte zur Haushaltssanierung, erklärte die Kommission. Sie setzte Rom eine Frist bis März, um zusätzliche Informationen über die Budgetlage zu liefern. (APA)