Berlin - Amerika ist thematischer Schwerpunkt des diesjährigen Festivals "Internationale Neue Dramatik" an der Berliner Schaubühne. Höhepunkt de Veranstaltungsreihe vom 15. bis zum 19. Jänner ist das Gastspiel der Produktion "De Metsiers" in der Regie von Johan Simons.

Die Amerikanerin Kelly Stuart ist mit ihrem Stück "Homewrecker" vertreten, in dem die "Gestalt des amerikanischen Präsidenten mit gespenstisch debilen Wahlkampfslogans durch das Beziehungschaos zweier Frauen geistert", wie es im Programmheft heißt.

Mit Amerika als Einwanderungsland beschäftigen sich auch erste Szenen eines noch nicht vollendeten Stücks der serbischen Autorin und STANDARD-Kolumnistin Biljana Srbljanovic.

Gezeigt wird unter anderem auch der sechsteilige Komödienzyklus "Suburban Motel" des Kanadiers Geroge Walker. "Das ist ein kanadischer, sehr analytischer Blick auf den amerikanischen Traum", sagte Chefdramaturg Jens Hillje am Mittwoch.

Das Festival soll vor allem europäische Autoren und Regisseure zusammenführen und dem Theater am Lehniner Platz zeitgenössische Stücke erschließen.

In einer Podiumsdiskussion wird es um amerikanische "Präventivkriege" gegen den Terrorismus gehen. Der pakistanische Schriftsteller Tariq Ali und der Journalist Mathias Geffrath streiten mit Ruth Wedgwood, der amerikanischen Völkerrechtsprofessorin und Beraterin von Condoleezza Rice. (APA/dpa)