Moskau - Der irakische Machthaber Saddam Hussein denkt nach den Worten eines irakischen Diplomaten nicht daran, ins Exil zu gehen. Derartige Andeutungen seien "wahnsinnig und erfunden", sagte Bagdads Botschafter in Moskau, Abbas Khalaf, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Vermutlich habe die US-Regierung in Washington diese Information gestreut, um zwischen Russland und dem Irak "Zwietracht zu säen".

Der russischen Nachrichtenagentur Interfax sagte Khalaf, der irakische Präsident habe die Lage in Bagdad "absolut im Griff" und werde seine Heimat weiter verteidigen. Saddam Hussein werde sein Land niemals aufgeben, sondern vielmehr "bis zum letzten Tropfen Blut kämpfen", betonte der Diplomat.

Gleichzeitig schloss Khalaf nicht aus, dass irakische und russische Regierungsvertreter zu Vermittlungsgesprächen zusammen treffen könnten. Der Irak stehe ohnehin in ständigem Dialog mit dem Kreml, sagte er im Radiosender Moskauer Echo. Deutsche Zeitungen hatten zuvor berichtet, dass sich Russland und die USA hinter den Kulissen auf höchster Ebene - unter Einschaltung von Präsident Wladimir Putin - darum bemühten, den Machthaber zum Abdanken und zu einem Gang ins Exil zu bewegen. (APA)