Wien - Mit der Mathematik bezieht eine eher ungewöhnliche Disziplin das Wiener Museumsquartier. Mit dem vorläufig bis Ende 2003 laufenden Projekt "math.space" wollen Mathematiker in Zusammenarbeit mit Künstlern ihrer Wissenschaft den Nimbus einer trockenen Geheimlehre einiger weniger Auserwählten nehmen. In Vorträgen und Workshops - bereits für Kinder ab vier Jahren - soll unter anderem die Allgegenwart der Mathematik den Teilnehmern näher gebracht werden.

Die Veranstaltungsreihe wird heute, Dienstag, um 18 Uhr im Ovaltrakt eröffnet. Neben fotografisch-mathematischen Impressionen von Erich Lessing steht ein Vortrag des Zahlentheoretikers Don Zagier, Direktor des Max-Planck-Instituts für Mathematik in Bonn, auf dem Programm.

"Wir wollen einen modifizierten Begriff von Mathematik vermitteln - anders, als das Fach etwa in der Schule dargestellt wird", erklärt Andreas Spiegl vom Institut für Wissenschaften und Technologien in der Kunst der Akademie der Bildenden Künste: Mathematik sei eine Sprache, die die Realität beschreibe und dazu Zahlen verwende. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14. 1. 2003)