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Tränengas in Caracas

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"Das Volk will sein Geld, Dieb€!"

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Caracas - Nach mehr als fünfwöchigem Generalstreik in Venezuela ist es am Mittwoch erneut zu Ausschreitungen gekommen. Die Nationalgarde ging mit Tränengas gegen mehrere hundert Anhänger von Präsident Hugo Chavez vor, die in der Hauptstadt Caracas eine Pressekonferenz der Opposition stören wollten. Die Chavez-Gegner hatten sich vor dem Sitz des Nationalen Wahlrats versammelt und warteten dort auf die Teilnehmer eines Protestzuges. Kurz bevor die Nationalgarde das Gas einsetzte, hatte eine führende Chavez-Anhängerin angekündigt, dass die so genannten "Chavistas" den Aufmarsch der Opposition mit allen Mitteln stoppen wollten.

Die Bankangestellten des Landes kündigten währenddessen einen zweitägigen Ausstand an. Die Entscheidung zur Solidarisierung mit dem Generalstreik sei bei einem Treffen von Vertretern der Gewerkschaft für Bankangestellte (Fetrabanca) und dem Gewerkschaftsverband CTV gefallen, teilte Fetrabanca-Chef Jose Elias Torres mit. Der vorübergehende Streik solle am Donnerstag beginnen, müsse jedoch vorher noch von den Gewerkschaftsmitgliedern gebilligt werden. Fetrabanca-Vertreter machten deutlich, nach dem geplanten 48-stündigen Ausstand wieder in eingeschränktem Rahmen arbeiten zu wollen.

Seit Beginn des landesweiten Generalstreiks am 2. Dezember haben die venezolanischen Banken nur noch drei statt sechs Stunden pro Arbeitstag geöffnet. Die vom größten Unternehmerverband und der CTV angeführte Opposition gegen den umstrittenen Linksnationalisten Chavez wird vor allem von der Mittel- und Oberschicht unterstützt. (APA)