Lhokseumawe - Mit Warnschüssen haben Soldaten und Polizisten in der indonesischen Provinz Aceh rund 5.000 Menschen an einer Demonstration gegen die weitere Stationierung von Truppen gehindert. "Die Streitkräfte müssen abgezogen werden, bevor es in Aceh zum Frieden kommen kann", sagte ein Aktivist der Unabhängigkeitsbewegung, Al Kautsar Muhammad, am Donnerstag in der Stadt Lhokseumawe.

Friedensabkommen im Dezember unterzeichnet

Die indonesische Regierung und die Bewegung Freies Aceh haben am 9. Dezember ein Abkommen unterzeichnet, das den Bürgerkrieg auf der Insel nach 26 Jahren beenden soll. Seitdem hat sich die Zahl der Anschläge und Überfälle deutlich verringert. Das Abkommen sieht vor, dass beide Seiten ihre Waffen niederlegen und dass die Anwesenheit der Regierungstruppen auf bestimmte Regionen der Provinz begrenzt wird.

Indonesien hat in Aceh rund 28.000 Soldaten stationiert. Die Provinz liegt im äußersten Nordwesten des pazifischen Inselstaats, mehr als 1.700 Kilometer von der Hauptstadt Jakarta entfernt. In der Umgebung von Lhokseumawe gibt es ergiebige Öl- und Gasvorkommen mit Förderanlagen des US-Konzerns Exxon Mobil. (APA/AP)