Wellington - Der Präsident des pazifischen Inselstaats Nauru ist vom Parlament mit einem Misstrauensvotum zu Fall gebracht worden, weigert sich aber, sein Amt zu verlassen. Der im März 2001 vom Parlament gewählte Präsident Rene Harris bemühe sich um juristischen Beistand, teilte der neuseeländische Außenminister Phil Goff am Donnerstag in Wellington mit.

Der vom Parlament als Nachfolger berufene Bernard Dowiyogo, der schon sechs Amtszeiten als Präsident hinter sich hat, wurde von Australien bereits anerkannt, wie ein Sprecher des Außenministeriums in Canberra mitteilte. Australien zahlt dem verarmten Nauru jährlich umgerechnet 15 Millionen Euro, damit es Flüchtlinge unterbringt, die auf dem Weg nach Australien von der Küstenwache abgefangen werden. (APA/AP)