London - Britische Eltern sollen in Schulungen neu lernen, sich mit ihren Kindern zu unterhalten. Denn mittlerweile beschränkt sich die Kommunikation im Familienkreis nach Erkenntnissen der Regierung überwiegend auf kurze Zurufe, Brumm- und Grunzgeräusche.

Alan Wells, der Direktor einer Regierungsbehörde zur Erhaltung der britischen Bildungsstandards, nannte als eine der Hauptursachen dafür den Umstand, dass Großbritannien die längsten Arbeitszeiten in der Europäischen Union hat. Außerdem laufe dauernd der Fernseher.

Die Sprachkenntnisse britischer Grundschüler hätten sich dadurch drastisch verschlechtert, erläuterte Wells am Donnerstag in der "Times": "Das kommt, weil die Kinder vor dem Fernseher oder dem Computer sitzen und die Familien nicht genug Zeit beim gemeinsamen Essen verbringen." Die Behörde habe deshalb nun ein Programm entwickelt, mit dem Eltern lernen können, wie sie mit ihren Kindern ins Gespräch kommen. (APA/dpa)