Frankfurt - Der PayTV-Sender Premiere hat die Zahl seiner Abonnenten im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent gesteigert und Anfang Januar die Marke von 2,6 Millionen Kunden überschritten. Im vierten Quartal habe Premiere netto 153.000 Abonnenten gewonnen, allein im Dezember 68.000, teilte der vor dem Verkauf an den Finanzinvestor Permira stehende Sender am Donnerstag mit.

Positiv sei auch, dass die Kündigungsquote im vergangenen Jahr auf 13,9 Prozent von 19,9 Prozent im Jahr zuvor zurückgegangen sei. Mit dem Erreichen der 2,6-Millionen-Marke habe Premiere sein Jahresziel um rund 50.000 Neukunden übertroffen, erklärte Premiere-Chef Georg Kofler. Für Ende 2003 peilt er weiter 2,9 Millionen Abonnenten an. Im ersten Quartal 2004 soll der defizitäre Sender operativ Gewinne machen.

"Die Zahlen des vierten Quartals zeigen, dass Premiere nach einer langen Phase der Unruhe und Unsicherheit auf einen soliden Wachstumskurs eingeschwenkt ist", erklärte Kofler.

Premiere war Teil des inzwischen zerschlagenen Medienimperiums von Unternehmer Leo Kirch gewesen und kämpfte lange Monate ums Überleben. Kurz vor Weihnachten einigte sich Premiere mit den Gläubigerbanken und dem Finanzinvestor Permira im Grundsatz auf eine Übernahme des Abo-Senders. Die Verträge sollen im ersten Quartal 2003 abgeschlossen werden. (APA/Reuters)