Braunschweig - Die Wetterverhältnisse spielen nach Expertenmeinung häufig eine Rolle bei Flugzeugunglücken. "Das Wetter, insbesondere schlechte Sichtverhältnisse beim Start und bei der Landung, ist nach wie vor ein Faktor bei vielen Unfällen", sagte Peter Schlegel, Leiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), am Donnerstag in einem dpa-Gespräch in Braunschweig. Aber auch Eisregen und Vereisungen könnten eine Gefahr sein.

Landung ist in drei Kategorien eingeteilt

Der Tower gibt der Crew die aktuellen Wetterdaten und Sichtweiten durch, wie Schlegel erklärte. Dabei werde die Schwierigkeit der Landung in drei Kategorien eingeteilt. Die Crew entscheide dann selbstständig, ob sie unter den gegebenen Bedingungen landen kann oder nicht. Zu den Entscheidungskriterien gehört laut Schlegel die Ausrüstung der Maschine ebenso wie die Ausbildung der Crew.

Instrumentenlandesystem erleichtert die Landung bei schlechtem Wetter

Ein Instrumentenlandesystem erleichtert die Landung, besonders bei schlechtem Wetter. Diese Einrichtung, die mittlerweile an vielen internationalen Flughäfen installiert ist, sendet einen elektronischen Strahl, auf dem die Maschine sozusagen den richtigen Weg finden kann. Laut Schlegel sind eigentlich alle Linienflugzeuge mit Navigationsgeräten ausgestattet, die diese Systeme nutzen können. Der Flughafen von Diyarbakir hatte nach türkischen Medienberichten kein solches System. (APA/dpa)