Athen - Die griechische Polizei hat am Donnerstag ein weiteres mutmaßliches Mitglied der im Sommer 2002 zerschlagenen linksextremistischen Untergrundorganisation "17. November" festgenommen. Wie die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur ANA weiter berichtete, handelt es sich um einen 43-jährigen Bankangestellten aus der nordgriechischen Hafenstadt Saloniki. Er soll eine Randrolle in dieser Terrororganisation gespielt haben.

Damit ist die Anzahl der in den vergangenen Monaten festgenommenen mutmaßlichen Terroristen in Griechenland auf 19 gestiegen. Wie das griechische Fernsehen berichtete, stünden in den nächsten Tagen weitere Festnahmen von Mitgliedern kleinerer Terrororganisationen bevor.

Der griechischen Polizei war es im Sommer gelungen, die Terrororganisation "17. November" zu zerschlagen. Es wurden zwei Waffenlager ausgenommen und 18 mutmaßliche Mitglieder festgenommen. Sie sollen am 3. März 2003 vor Gericht gestellt werden. Die Untergrundorganisation "17. November" hatte seit 1975 insgesamt 23 Diplomaten, Polizisten, Verleger und Politiker in Griechenland ermordet und dutzende Bomben- und Panzerfaust-Anschläge verübt. (APA/dpa)