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Wien - Am 18. Februar lädt das Wiener RadioKulturHaus zur Langen Nacht des Hörspiels, in der das "Hörspiel des Jahres" präsentiert wird. Als Auftakt dazu lädt das Literarische Quartier/Alte Schmiede von 9. bis 14. 1. jeweils 19 Uhr gleichsam zum "Einhören":

An vier Abenden werden acht ausgewählte Hörspielproduktionen präsentiert und anschließend mit den Autorinnen und Autoren sowie den für die Umsetzung Verantwortlichen diskutiert. Noch bis 24. Jänner kann das Publikum selbst aus insgesamt 35 Neuproduktionen das "Hörspiel des Jahres" wählen.

Die vier Abende

In "Ophelia/ Reportage - Die Frau im Büro" (9.1.) entwirft die aus Vorarlberg stammende Autorin Elisabeth Wäger ein Vexierbild, das in seinen Brechungen das ganze Spektrum eines Kulturbetriebs zeigt. Im Hörspiel "Runnin' Sushi" des Autors Dieter Sperl (ebenfalls am 9.1.) fühlt sich ein Schriftsteller namens Balkony, der seit Jahren verbissen an einem Roman arbeitet, von zahllosen Stimmen verfolgt.

Auf den Spuren der Liebe lässt Andreas Renoldner in seinem Hörspiel "Unter die Haut" (10.1.) einen Mann in eine fremde Stadt mit geheimnisvollen Ritualen flüchten, während Helmut Eisendle in "Kurze Tage - Lange Nächte" seine lange Freundschaft zu Franz Innerhofer behandelt, der im Jänner des vergangenen Jahres Selbstmord begangen hatte.

Der Wiener Schriftsteller Erwin Riess schickt in "Herr Grillparzer fasst sich ein Herz" (13.1.) den österreichischen Nationaldichter auf einem Donaudampfer in unbekannte menschliche Gefilde. Mutige Sprachexperimente stellt am gleichen Abend die ebenfalls aus Wien stammende Autorin Brigitta Falkner in ihrem Hörspiel "AU! Die methodische Schraube" an.

Als akustische Ansichtskarte, die von der Autobahn bis zur Pfarrkirche in einen typischen österreichischen Fremdenverkehrsort hineinhorchen lässt, hat die Salzburgerin Margret Kreidl ihr (Heimat-)Hörspiel "Heimatkunde" gestaltet, das den letzten Abend am 14.1. einleitet.

Den Schlusspunkt des Hörspiel-Reigens in der Alten Schmiede bildet "Die Verbindung" des oberösterreichischen Autors Harald Kislinger, in dessen Zentrum ein "Telekom-Geschlechterkampf" (Pressetext) steht. (APA)