Klagenfurt - Trotz heftiger Proteste von Seiten der Politik sind am Donnerstag 40 Mitarbeiterinnen des Klagenfurter Elisabethinenspitals gekündigt worden. Der medizinische und pflegerische Bereich sind davon allerdings nicht betroffen. Geschäftsführung und Betriebsrat würden derzeit an einem Sozialplan für die Gekündigten arbeiten, teilte das Krankenhaus mit.

Keine Landwirtschaft

Landeshauptmann Jörg Haider hatte noch vor Weihnachten den Spitalverantwortlichen die Rute ins Fenster gestellt und für den Fall von Kündigungen sogar mit einer Einstellung der Landesförderungen gedroht. Das Spitalsmanagement machte dem gegenüber geltend, dass es bei der Kündigung der 40 Mitarbeiterinnen darum gehe, sich auf die Kernkompetenzen zu beschränken. Es könne nämlich nicht Aufgabe eines Krankenhauses sein, eine Landwirtschaft zu betreiben, erläuterte Spitaldirektor Thomas Hudovernik.

Auch beim Betrieb der Wäscherei sei man laut Hudovernik nicht in der Lage, kostendeckend zu arbeiten. Dafür würde, im Gegensatz zu einigen Kärntner Landeskrankenhäusern, die Spitalküche erhalten bleiben.

Dass Landeshauptmann Haider die Abgangsdeckung durch das Land in Frage stellt, ist für den Spitaldirektor nicht nachvollziehbar. Hudovernik: "Dann wären 300 Arbeitsplätze in Gefahr." Für Kooperationen, welche das eigenständige Überleben des Hauses sicherten, sei man selbstverständlich offen, unterstrich der Spitalchef: "Wir wollen die Kooperation mit dem LKH Klagenfurt."

Sozialplan für Betroffene wird erstellt

Ziele des jetzt zu erarbeitenden Sozialplanes seien laut Hudovernik das Finden von Ersatzarbeitsplätzen sowie Bestrebungen, die Kündigungen "so sozial verträglich wie nur möglich zu machen". (APA)