Frankfurt - Der Kurs des Euro ist zum Wochenausklang wegen des überraschenden Rückgangs der US-Beschäftigtenzahl auf ein neues Dreijahreshoch geklettert. Nach der Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten für Dezember kletterte der Euro bis auf 1,0572 Dollar. Gegen 16.30 Uhr kostete die Gemeinschaftswährung 1,0550 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0503 (Donnerstag: 1,0507) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9521 (0,9517) Euro.

"Die Arbeitsmarktdaten waren ein herber Rückschlag für die US- Konjunktur. Das drückt den Dollar", sagte Rainer Sartoris, Devisenexperte der Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt. "Vor allem der überraschende Rückgang der Beschäftigtenzahl belastet den privaten Konsum." Der private Konsum gilt als wichtigste Stütze der größten Volkswirtschaft der Welt. Neben der Konjunkturschwäche drücke der drohende Irakkrieg nach wie vor auf den Dollarkurs.

Weiterer Anstieg erwartet

"Es spricht im Augenblick viel gegen den Dollar. Die Stärke des Euro ist nach wie vor eher eine Schwäche des Dollar", sagte Sartoris. Aus diesem Grund geht er auch davon aus, dass der Euro in der kommenden Woche über die Marke von 1,06 Dollar steigt. "Bei 1,07 ist allerdings erst einmal der Deckel drauf." Bei diesem Niveau werde es Rückschläge für den Euro geben, zumal die Konjunktur in der Eurozone ebenfalls schwächelt. Mittelfristig sei jedoch ein Anstieg auf rund 1,10 Dollar möglich.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse am Freitag für einen Euro auf 0,6534 (0,6530) britische Pfund, 125,72 (125,16) japanische Yen und 1,4602 (1,4597) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 353,00 (352,40) Dollar notiert. Der Kilobarren Gold kostete 10 790 (Vortag: 10 840) Euro. (APA/dpa)