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Die Idee für einen französischen Nachrichtensender von internationalem Format brachte Chirac erstmals während des Präsidentenwahlkampfs im Frühjahr 2002 vor.

Foto: Reuters/Laurent Rebours

Bereits in den nächsten Monaten soll die französische Regierung Vorschläge hinsichtlich der Errichtung eines 24 Stunden-Nachrichtensenders nach dem Modell des US-amerikanischen CNN präsentieren. Dies erklärte Frankreichs Präsident Jacques Chirac am Donnerstag bei einem Neujahrsempfang in Paris. "Ich habe die Regierung beauftragt, die Errichtung eines großen internationalen Informationssenders zu erwägen. Sie wird mir in den nächsten Monaten Vorschläge unterbreiten", sagte Chirac.

"Ich wünsche, dass wir diese legitime Ambition für unser Land realisieren können", betonte der Präsident. Er bekräftigte seinen "Wunsch", dass Frankreich im "Kampf der Bilder" vermehrt präsent sein soll. Die Ausschüsse für Kultur und auswärtige Angelegenheiten in der Pariser Nationalversammlung hatten bereits im vergangenen Dezember einen Arbeitskreis eingerichtet, der die Möglichkeiten einer "CNN a la francaise" ausloten soll. Der 20 Abgeordnete umfassende Arbeitskreis wird sich am 14. Februar erstmals versammeln.

In Frankreich gibt es bereits zwei privatrechtlich organisierte Nachrichtensender, die mittels Kabel und Satellit empfangen werden können - LCI als Ableger von TF1 (Gruppe Bouygues) und i-television (Vivendi Universal). (APA)