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Bordeaux - Die nach dem Untergang des Öltankers "Prestige" an der französischen Atlantikküste gesammelten Klumpen werden verbrannt. Die Müllverbrennungsanlage bei Bordeaux könne täglich 25 bis 30 Tonnen verfeuern, sagte ihr Direktor Thierry Collin am Donnerstag nach Beginn der Verbrennung. Auch das im Meer aufgeschöpfte Öl kommt in die Anlage. Collin versicherte, dass dabei weder Dioxine noch Furane freigesetzt würden.

Das angelieferte Material bestehe zu nur etwa zehn Prozent aus Öl, erklärte der Betriebsleiter. Bei dem großen Rest handle es sich um Salz, Algen und andere Abfälle. Die verklebten Netze, mit denen das Öl auf dem Meer gebunden werde, würden zunächst aufgeschnitten und dann bei 1.000 Grad verbrannt. In den Departements Gironde und Landes gibt es drei Lager, wo die Ölabfälle vor dem Verbrennen zwischengelagert werden.

Innenminister Nicolas Sarkozy schickte 200 weitere Soldaten und Zivilschützer an die Küsten der Regionen Aquitanien und Charente-Maritime. Zudem soll eine 800 Mann starke Einheit von Militär und Feuerwehr geschaffen werden, die bei einer neuen Verschmutzungswelle binnen zwölf Stunden eingreifen kann. Das kündigte Sarkozy am Mittwochabend an. In den vergangenen Tagen häuften sich die Klagen von Bürgermeistern und Regionalpolitikern, der Staat stelle nicht genügend Helfer für die Reinigung der Strände zur Verfügung. (APA/AP)