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Ralph Nader

Foto: Reuters/Braley

Washington - Der ehemalige grüne Präsidentschaftskandidat Ralph Nader hat das Konjunkturprogramm von US-Präsident George W. Bush scharf kritisiert. Statt der geplanten Abschaffung der Dividendenbesteuerung sollte die Regierung lieber den Mindestlohn anheben, forderte Nader in der CNN-Sendung "Crossfire". Derzeit liegt der gesetzliche Mindestlohn in den USA bei 5,15 Dollar (4,90 Euro) pro Stunde. Das zusätzliche Geld würde direkt in den Konsum fließen und die Wirtschaft stärker beleben als Steuergeschenke für die Reichsten, so der Grüne.

Weiters regte Nader ein öffentliches Programm zum "Wiederaufbau Amerikas" an. Durch staatlich finanzierte Infrastrukturprojekte zur Sanierung von Straßen, Brücken, Schulen und Krankenhäusern würden weitaus mehr Jobs geschaffen als durch die republikanischen Pläne. Das Argument der Republikaner, dass in den USA viele Pensionisten über Aktienfonds als Altersvorsorge verfügten und daher eine Dividendensteuerabschaffung besonders den Älteren helfen würde, ließ er nicht gelten. Die Aktien in den persönlichen Pensionsfonds (so genannte 401k-Fonds) seien ohnehin bereits von der Dividendensteuer befreit. (APA)