Die ÖVP will - wie auch die FPÖ - die Krankenversicherungsträger zusammenlegen; die Gewerkschaft ist dagegen, weil es dem Selbstverwaltungsgedanken widersprechen würde. Die von der ÖVP geforderten einheitlichen Selbstbehalte im Gesundheitsbereich erachtet die SPÖ für keine taugliche Lösung, weil sich das finanziell schlechter gestellte Menschen nicht leisten könnten. Ähnlich die Grünen: Sie bevorzugen für die Sanierung des Gesundheitswesens einen Stufenplan mit dem Ausnützen aller Rationalisierungspotenziale (was auch im VP-Konzept vorgesehen ist) und - wenn dies nicht ausreichen sollte - einer Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage und einer "sanften Beitragserhöhung". Die beiden letzten Punkte werden auch von der SPÖ genannt, sie will zudem eine Wertschöpfungsabgabe zur Gesundheitsfinanzierung. Dass die Kosten insgesamt steigen, sei unvermeidlich.

Die FPÖ ist gegen eine Anhebung der Beiträge, ebenso die ÖVP. Die ÖVP will eine Gesundheitskonferenz der Sozialpartner und Seniorenvertreter, um mehr Beitragsgerechtigkeit zu erreichen. (DER STANDARD, Printausgabe, 10.1.2003)