IBM dehnt sein Utility-Computing-Konzept auf Supercomputer aus. Der Konzern bietet ab Donnerstag, Unternehmen die Möglichkeit mit seinem E-Business on Demand Service schnell über das Internet auf Rechenleistung zuzugreifen. Die Kosten richten sich dabei nach der benötigten Rechenleistung und der Dauer des Einsatzes.

Wie Strom oder Wasser

Big Blue hat bereits im vergangenen Jahr mit seinem Utility Computing begonnen, bei dem die Versorgung mit Rechenleistung den selben Stellenwert einnimmt wie Strom oder Wasser. IBM sieht unter anderem in der Erdöl-Exploration-, Filmindustrie oder der Forschung Chancen für sein Angebot. Vor allem Unternehmen, die nur kurzfristig einen hohen Bedarf an Rechenleistung haben, hat der Konzern im Visier. Als ersten Kunden für den neuen Service hat IBM das Erdöl-Explorationsunternehmen Petroleum Geo-Services gewonnen.

Linux

IBM will nach eigenen Angaben für seine Utility-Computing-Initiative große Computer-Grids schaffen, die auf Intel- und Power-Prozessor-Systemen basieren. Die erste Supercomputing-Einrichtung entsteht in Poughkeepsie im US-Bundesstaat New York. Dieser Grid wird aus einem massiven Linux-Cluster aus x335 und x345 eServer mit Xeon-Prozessoren sowie "mehreren hundert" eServern p655, die jeweils mit bis zu 128 Power4-Prozessoren bestückt werden können, bestehen. (pte)