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Otto Reich, "Sonderbotschafter für Initiativen in der westlichen Hemisphäre"

Foto: APA/AFP/Alvarez

Washington - Nach jahrelangem Streit hat US-Präsident George W. Bush mit Otto Reich einen entschiedenen Kritiker des Castro-Regimes auf Kuba zu seinem "Sonderbotschafter für Initiativen in der westlichen Hemisphäre" ernannt. Das ist gleichzeitig das Ende des Versuchs, Reich als Abteilungsleiter für lateinamerikanische Fragen im Außenministerium durchzusetzen. Wie das Weiße Haus am Donnerstag mitteilte, will der Präsident an Stelle von Reich den jetzigen Botschafter bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Roger Francisco Noriega, für das Amt im Außenministerium nominieren.

Reich hatte die umstrittene Tätigkeit für die Bush-Administration bisher ausgeübt, obwohl er nie vom Senat bestätigt worden war. Vor allem Politiker der oppositionellen Demokraten lehnen ihn ab, weil er in den 80er-Jahren an der geheimen Unterstützung der Contra-Rebellen gegen die Sandinisten in Nicaragua beteiligt war, eine extrem Kuba-kritische Position einnimmt und als Lobbyist für in Lateinamerika tätige Konzerne aktiv war.

Reich wird sich nach Angaben des Weißen Hauses künftig mit langfristigen politischen Initiativen wie der amerikanisch-mexikanischen Partnerschaft und Projekten im Anden-Raum und der Karibik einschließlich Kubas befassen. Er werde die US-Ziele verfolgen, die demokratischen Einrichtungen zu stärken, die Menschenrechte zu fördern, den Freihandel voranzubringen sowie die wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung zu unterstützen. Reich wird der Nationalen Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice unterstellt. (APA/dpa)