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Montage/Foto: Archiv

Wien - Die Freude an Fernreisen scheint auch bei den Österreichern heuer trotz Terrorangst wieder deutlich zuzunehmen. "Wir orten einen gewissen Nachholbedarf für 2003, der schon jetzt spürbar ist", sagte Hans Jörg Preiss, Vertriebschef des Österreichischen Verkehrsbüros. Besonders gut nachgefragt seien "weite und teure Reisen", billigere Destinationen seien schwächer gebucht. Die Renner seien Malediven, Kuba, die Dominikanische Republik und Mexiko, bei den näheren Zielen verzeichne man bei Ägypten hohe Zuwächse.

"Rund 20 Millionen Menschen reisen jährlich in Malariagebiete. Es kommt zu rund 30.000 Infektionen unter Reisenden", weiß Herwig Kollaritsch von der Abteilung für spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der Uni Wien. Das Malariarisiko bei einem einmonatigem Aufenthalt auf den Salomonen oder auf Papua-Neuguinea beträgt drei bis acht Prozent, in Westafrika 2,4 Prozent, in Ostafrika 1,2 und in Indien 0,35.

Auch bei einer Umfrage zur Ferienmesse im Vorjahr zeigte sich bereits, dass rund 29 Prozent heuer mehr als im Vorjahr für den Urlaub ausgeben wollen. 54 Prozent planen einen Urlaub in Europa, 38 Prozent wollen in Österreich bleiben und 31 Prozent denken an eine Reise nach Übersee. Die Ferienmesse 2003 findet vom 16. bis 19. Jänner auf dem Wiener Messegelände statt. (APA, frei, DER STANDARD Printausgabe 10.1.2003)