Salzburg - Kein weiteres Erstaunen löste die Entscheidung des World Economic Forum, 2003 nicht mehr in Salzburg zu tagen, beim Salzburg Social Forum, das 2002 die Proteste gegen das Global Leaders-Treffen organisierte, aus.

Es sei den Veranstaltern bereits nach der Tagung im letzten September klar gewesen, daß die Protestbewegung in der Salzburger Bevölkerung wachsenden Rückhalt habe.

"Die Veranstalter haben gewußt, daß wir unser verfassungsmäßig garantiertes Recht auf einen wirksamen Protest unter Ausnützung aller juristischen Mittel heuer gegebenenfalls bis vor das Kongreßhaus getragen hätten, und diesen Wirtschafts-Extremisten hat der Widerstand ausgerechnet im sonst so braven Salzburg schon weh getan," so sich SSF-Sprecher Andreas Rennert in einer Aussendung.

Salzburg solle sich lieber als positive, sozialpolitisch engagierte Stadt profilieren, "anstatt einem Mafiosi-Treffen eine einzige Träne nachzuweinen. Die Halleiner Politiker haben sich zum Beispiel für ein erstes großes Austrian Social Forum erklärt, das Ende Mai über die Bühne gehen wird" so Rennert.

Im Sozialforum hoffe man darüber hinaus, daß sich die Menschen in Irland ebenfalls auf die Füße stellen und den globalisierungswütigen Konzernherren "den ihnen gebührenden Empfang" bereiten. (red)