Innsbruck - Mit einem Schuldspruch ist am Donnerstagabend der Aufsehen erregende Indizienprozess um den Mord an dem Tiroler Geschäftsmann Gunter Bühl am Innsbrucker Landesgericht zu Ende gegangen. Die 57-jährige Witwe wurde zu einer vorerst nicht rechtskräftigen Freiheitsstrafe von 18 Jahren verurteilt.

Nach über dreistündigen Beratungen kamen die Geschworenen zu dem Schluss, dass die Angeklagte ihren Mann vorsätzlich mit dem Revolver getötet habe. Mildernd für das Urteil sei die bisherige Unbescholtenheit der Witwe, sagte Richter Wolfgang Schaumburger. Die brutale Vorgangsweise bei dem Mord sei hingegen bei dem Schuldspruch ebenfalls berücksichtigt worden. Die Angeklagte wurde noch im Gerichtssaal auf Grund der Fluchtgefahr verhaftet.

Der Verteidiger Wilfried Plattner legte gegen das Urteil Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung ein. Staatsanwalt Markus Knapp beantragte eine Berufung wegen zu geringer Strafe. (APA)