Rom - Starke Niederschläge und Schlammlawinen belasten Süditalien. In der Kleinstadt Quindici südlich von Neapel mussten 400 Personen wegen Erdrutschgefahr evakuiert werden. Weitere 2.000 planen ebenfalls, ihre Wohnungen zu verlassen. Auch in San Marzano sul Sarno mussten 300 Menschen ihre Häuser aufgeben, nachdem Experten vor Erdrutschgefahr nach heftigen Niederschlägen gewarnt haben. Betroffen ist die gesamte Gegend, die am 5. Mai 1998 von einer verheerenden Schlammlawine betroffen worden war, bei der 138 Personen ums Leben gekommen waren.

Apulische Inseln sind wegen schwerer Stürme isoliert

Die süditalienische Hafenstadt Brindisi wurde von Hagelstürmen und Niederschlägen schwer getroffen, berichtete das italienische Staatsfernsehen RAI am Freitag. Straßen und Bahnverbindungen wurden unterbrochen. Die Inseln Tremiti (Apulien) sind wegen der schweren Stürmen isoliert. Rund um Rom traten einige Flüsse über die Ufer, was große Sachschäden verursachte.

Schulen in Triest wegen Schneefalls gesperrt

Niedrige Temperaturen belasteten weiterhin auch Norditalien. In Triest, in dem es in den vergangenen drei Tagen heftig schneite, sollten die Schulen bis kommenden Montag gesperrt bleiben. Kalter Nordwind blies in der Nacht auf Freitag mit einer Geschwindigkeit bis zu 160 Stundenkilometer. Im gesamten norditalienischen Alpenraum warnten Experten vor Lawinengefahr über 2.000 Meter. (APA)